Der Mobile Access-Blog

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Frau schaut in einem weißen Raum nach oben

Neue Normalität der Zutrittskontrolle: Die Trends in 2021

Rasche technologische Entwicklungen haben dazu geführt, dass sich die Sicherheits- und Zutrittskontrollbranche erheblich verändert hat. Der Zutrittskontrollmarkt 2019 und 2020 kann als stark bezeichnet werden. Allerdings hat sich dieser auch aufgrund der sich ändernden Architekturen, Kundenerwartungen und und Rollen von Sicherheitsintegratoren gewandelt. Unerwartete Dynamiken hatten in diesem Jahr enormen Einfluss auf die Zutrittskontrolle, beispielsweise der deutliche Rückgang der Bauprojekte aufgrund der Coronakrise. Diese Probleme scheinen jedoch keinen Einfluss auf die allgemeinen Aussichten der Branche zu haben. Hier sind die wichtigsten Trends für die Zutrittskontrolle 2021. 

1. Von Ausweiskarten zu Smartphones: Der Aufstieg der Mobile Credentials

Mobile Credentials werden immer beliebter. Das Forschungsunternehmen IHS Markit hat berichtet, dass Mobile Credentials das am schnellsten wachsende Produkt im Bereich Zutrittskontrolle sind. Weltweit verzeichnete sie zwischen 2017 und 2018 ein Wachstum von fast 150 Prozent. Schätzungen zufolge werden im Jahr 2023 mehr als 120 Millionen Mobile Credentials von Endusern heruntergeladen werden.¹ Obwohl Ausweiskarten auf dem Markt noch immer eine wichtige Rolle spielen, sehen wir eine deutliche Verlagerung in Richtung Mobile Credentials. Die Verwendung dieser ist der nächste logische Schritt für die Branche der physischen Sicherheit und Zutrittskontrolle. Der Trend steigt durch die Tatsache, dass Menschen immer mit ihrem Smartphone unterwegs sind. Smartphones sind mehr als nur Smartphones. Sie spiele eine größere Rolle im täglichen Leben und dazu gehört auch die Zutrittskontrolle. Mobile Credentials können die Branche revolutionieren und das Tragen  einer Ausweiskarte überflüssig machen. Stattdessen kann die Technologie des Smartphones verwendet werden um die Identität zu authentifizieren und Zutritt zu gewähren. Dies bietet mehr Flexibilität, verbessert den Datenschutz und kann die Wartungskosten für die Verwaltung der Mobile Credentials senken. Ein klarer Vorteil: Mitarbeiter haben ihr Smartphone häufiger bei sich und verlieren es im Vergleich zu NFC-Transpondern weniger wahrscheinlich. 

2. Migration von Smartphones zu Wearables

Der Komfort der mobilen Zutrittskontrolle verändert das tägliche Leben. Wearables machen diesen Prozess noch schneller und einfacher. Sie haben den Puls der Zeit getroffen, der bisher nicht existierte. Das Ziel is es alltägliche Probleme in Echtzeit zu lösen, indem funktionale, tragbare elektronische Geräte in das tägliche Leben der Menschen integriert werden. Mit Wearables können für das Öffnen von Türen, eine Uhr, Armbänder oder andere Geräte benutzt werden - ohne das Smartphone zücken zu müssen.

Was sind Wearables?
Wearables sind Computertechnologien, die man am Körper oder am Kopf trägt. Dazu gehören intelligente Wristbands, Ringe, Uhrens oder Anstecknadeln. Sie arbeiten mit Bluetooth oder Near Field-Kommunikation.

Die Zutrittskontrolle zuerst in Wearables angezeigt und in Kleidung, Brillen oder Ringe eingebettet. Aber wie geht’s weiter? Wird Zutrittskontrolle künftig unter die Haut gehen? Im Moment klingt das weit hergeholt. Menschliches Microchipping hat noch nicht in den Mainstream gefunden.

Gesichtserkennung statt Fingerabdruck

Das Bewusstsein für berührungslose Zutrittskontrolle nimmt nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie zu. Es gibt mehrere innovative Zugangskontrollsysteme, die zur Regulierung der Normalität beitragen sollen. Insbesondere die berührungslose Türaktivierung kann einen Unterschied machen, wenn es um eine saubere, hygienische Einrichtung geht. Dies ist besonders relevant für öffentlichen Orten mit vielen Kontaktpersonen, wie Gesundheitseinrichtungen. Gesichtserkennung bietet dabei ein berührungsloses Zugangserlebnis. Es ist sowohl für die Identitätsprüfung als auch für die Zugriffskontrolle weit verbreitet. Daher ist die Verwendung von biometrischen Scannern erforderlich. Seit Jahren sind Fingerabdruckscanner die einzige Art von biometrischen Zugangskontrollen, an die Kunden gewöhnt sind. Dieser Trend ändert sich, da anspruchsvollere Scanner auf den Markt kommen. Dazu gehören Gesichts- und Irismuster. Diese bieten einen schnellerer Zutritt aufgrund der schnellen Authentifizierung und des hohen Sicherheitsniveaus für die Räumlichkeiten.

Access Control As a Feature

Weitere Trends prägen die Zukunft der Zutrittskontrolle. Die Branche muss sich der Tatsache stellen, dass Zugangskontrolle zu einem wichtigen Merkmal für Unternehmen für Smart Building-Software und nicht umgekehrt. Passend dazu unser Stichwort: Access as a Feature.  Zutrittskontrolle wird vielmehr eine Funktion eines großen Ganzen als eine eigenständige Branche. Wir glauben, dass “Access as a Feature” ein Markttreiber sein wird. Enduser suchen eben nach mehr Wert als Sicherheit. Der Wert von Zutrittskontrolle steig, wenn er in andere Systeme wie Besuchermanagement oder Tenant Experience-Apps integriert wird.

Wir werden Zutrittskontrolle vielmehr als eine Funktion als eine eigenständige Branche sehen“, sagt Lee Odess, Gründer von Inside Access Control, in einem Interview.

Unternehmen wie SKEPP, Geneva Ski Storage oder Locaboo arbeiten bereits mit Tapkey zusammen. Diese Systeme haben die Tapkey-Zutrittstechnologie in ihr System integriert, um den Zutritt zu automatisieren und Prozesse zu optimieren.

Die Anforderungen an die Zutrittskontrolle entwickeln sich weiter und werden schnell erweitert. Die meisten Unternehmenssysteme laufen heute in der Cloud. Die physische Sicherheit verschiebt sich auch stark in Richtung cloudbasierter Zutrittskontrolle. Damit können in Hinblick auf betriebliche Verbesserungen enorme Vorteile erzielt werden. Ältere Zutrittstechnologien müssen gewartet, aktualisiert und ersetzt werden. Sicherheit, Mobilität und eine nahtlose User Experience sind drei Schlüsselfaktoren, die diese Entwicklung beeinflussen. Bleiben wir gespannt, was die Zukunft noch so mit sich bringt. Wir halten dich auf dem Laufenden!